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Festwoche der HU
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Anlässlich des Humboldt-Jahres 2019 begeben sich die Humboldt-Universität und die Sing-Akademie zu Berlin im Berliner Dom auf eine musikalische Reise entlang des Wendekreises. Alexander von Humboldts Berliner Kosmos trifft mit Musik von Nova, Ginastera, Estévez u.a. auf die Klangräume des lateinamerikanischen Regenwalds.
Alexander von Humboldt galt als Universalgelehrter, der in allen Bereichen begabt war – außer in der Musik. Dennoch war er mit dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy befreundet und der Sing-Akademie zeitlebens verbunden. Die 1791 gegründete Sing-Akademie zu Berlin gilt heute als der älteste gemischt singende Chor der Welt. Das 1827 eröffnete, von den musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt selbst errichtete Haus der Sing-Akademie (Gorki-Theater) war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur ein berühmter Konzertsaal, sondern auch der Ort, an dem sich die Universität zum ersten Mal der Öffentlichkeit zuwandte. Alexander von Humboldt hielt in der Sing-Akademie Teile seiner berühmten Kosmos-Vorträge.
Das Konzert widmet sich Humboldts globaler Perspektive und seiner Modernität: Humboldt hat früh gegen Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung natürlicher Ressourcen Stellung bezogen. Daher stehen vor allem Werke des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Musik aus Südamerika auf dem Programm.
Creación de la Tierra (1972)
Jacqueline Nova
Humboldt-Kantate (1828)
Felix Mendelssohn Bartholdy
Hanacpachap cussicuinin (vor 1622)
Anonymus (Juan Pérez Bocanegra zugeschrieben)
Popol Vuh (Auszug, 1975-83)
Lamentations of Jeremiah (1946)
Alberto Ginastera
Xicochi conetzintle (um 1620)
Gaspar Fernandes
La Cantata Criolla (1954)
Antonio Estévez
Wandrers Nachtlied (1791)
Johann Friedrich Reichardt
Mit: Haupt- und Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Kammersymphonie Berlin
Andrés Moreno García (Tenor)
Gustavo Castillo (Bariton)
Leitung: Kai-Uwe Jirka
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sing-Akademie zu Berlin